Schachklub Landshut holt Punkt gegen den Tabellenführer
Nach dem bislang durchwachsenen Saisonverlauf war mit einem 4:4 gegen den SC Rottal-Inn nicht unbedingt zu rechnen. Ein Zähler, der für den Klassenerhalt in der Niederbayernliga noch immens wichtig werden könnte.
Am ersten Brett spielte Paul Westenthanner couragiert nach vorne und neutralisierte so gekonnt den Spitzenspieler der Gäste. Auch an den Brettern drei und sechs wurde der Punkt geteilt. Horst Schmaus und Johann Sellmayer tauschten alle gefährlichen Figuren zurück in die Schachtel und auf den 64 Feldern blieb nichts Spannendes zurück. Leider blieb dies Hennadii Zinchenko am zweiten Brett versagt. Die giftigen Leichtfiguren des Gegners erbeuteten einen Turm, den der Landshuter mit seinem reichlich fußlahmen Springer nicht im Zaum halten konnte. Josef Schubert machte diese Niederlage am vierten Brett mit viel Glück wieder wett. Lange gelang es ihm nicht, seine überlegene Stellung in etwas Zählbares zu verwandeln. Doch just als sich alles in Wohlgefallen aufzulösen schien, wickelte sein Kontrahent zum Entsetzen der Gäste in ein verlorenes Bauernendspiel ab. Am fünften Brett stand Joachim Siebert ebenfalls verheißungsvoll. Aber dem schwarzen Angriff am Damenflügel fehlt der letzte Schwung und der Widerstand der weißen Steine war nicht zu brechen. Am siebten Brett arbeiteten sich die Protagonisten bis ins Läuferendspiel aneinander ab, mussten dann aber doch friedlich die Hände schütteln. Des Dramas letzter Akt wurde im achten Aufzug aufgeführt. Philipp Sadlo bekam von seinem Gegenüber einen Turm überreicht. Doch statt das Geschenk einzupacken, stellte er seine Dame in eine verhängnisvolle Fesselung und die Partie endete mit Dauerschach.
